Management von externen und Affiliate Links via Umleitung Scripts im WordPress Blog


Mit der Zeit, wenn die eigene WordPress Webseite wächst und gedeiht, wächst unweigerlich die Zahl von externen Links. Es ist wichtig, sich vom ersten Tag seines Bloggerdaseins bewusst zu sein, dass externe Links die unangenehme Eigenschaft haben, sich zu ändern.

Besucher der eigenen Webseite, wenn sie auf einen fehlerhaften Link klicken, landen auf einer 404-Fehler Seite irgendwo im Netz. Dies ist nicht nur ärgerlich für denjenigen, der auf einen fehlerhaften Link geklickt hat, sondern mit einem fehlerhaften Affiliate Link entgehen dem Webseitenbetreiber womöglich auch Einnahmen.

Abstrakte Darstellung von Netzwerken und KommunikationBild: Leszek Glasner (Shutterstock)

Solange es nur ein einzelner Link zu einer Webseite ist, wo man mal einen interessanten Artikel gefunden hat und seine Leser darauf hinweisen möchte, ist das nicht wirklich ein Problem.

So oft werden Links nun auch wieder nicht geklickt. Sollte es mal einen Link auf eine Webseite geben, welche es nicht mehr gibt, geht die Welt nicht unter. Das Problem sind wiederkehrende Links, wie beispielsweise zu Affiliate Programmen.

Affiliatepartnerprogramme, wie alle anderen Webseiten im Internet, haben ebenfalls die Angewohnheit, ihre Webseiten weiterzuentwickeln und damit auch hin und wieder ihre Verlinkung zu ändern.

So wird mal beispielsweise die Webseitenadresse geändert oder ein anderer Service zur Verwaltung von Affiliate Partnern genutzt.

Als Webseitenbetreiber bekommt man dann eine Email und wird informiert, dass vom 1. des folgenden Monats die neue Adresse soundso ist und man bitte die Links bei sich ändern solle.

Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass man als Webseitenbetreiber mit einem bestimmten Affiliate Partner irgendwann nicht mehr zusammenarbeiten möchte. Man würde die Links gern löschen, und falls man doch einen übersehen hat, dann sollen die veralteten Links zur eigenen Homepage umgeleitet werden.

Vielleicht hat man ja auch einfach die Form der Präsentation geändert. In Vergangenheit gab es einen Link direkt zum Affiliatepartner und nun gibt es aber eine eigene Seite, in welcher man einen Review zum Programm geschrieben hat, Man möchte, dass alle Links erstmal auf diese eigene Seite gehen und nicht direkt zum Affiliate Partner.

Es gibt tausend andere gute Gründe, warum man im Laufe seines Bloggerlebens einmal gesetzte Links woanders landen sehen will. Wenn man sich dann aber dafür durch hunderte bereits veröffentlichte Seiten durcharbeiten muss, um jeden einzelnen gesetzten Link zu ändern, ist dies nicht nur enorm zeitaufwendig, sondern vor allem auch fehlerbehaftet.

Man sollte daher vom ersten Tag, an welchen man mit einem eigenen WordPress Blog Online geht, sämtliche Affiliate Links und anderen wiederkehrenden Links, als Redirection Links einrichten. Man organisiert sich seine externen Links via Umleitungs Scripts und ändert sich die verlinkte Adresse, muss nur ein einzelner Datensatz geändert werden und nicht hunderte.

Wie?

1. Anlegen einer php Redirection Seite für jeden einzelnen Link

Jeder externe Link erhält seine eigene php Seite, welche auf dem Server, im Root Folder, beispielsweise unter folgendem Pfad abgelegt wird:

www.webseitenadresse.com/umleitungen/namederumleitung.php

Hier der Code:

<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd">
<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
<head>
<meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8" />
<meta name="robots" content="noarchive, noindex, nofollow, noodp, noydir" />
</head>
<?php
/* Redirect browser */
header("Location: DIE ADRESSE WOHIN UMGELEITET WERDEN SOLL");
/* Make sure that code below does not get executed when we redirect. */
die();
?>
<body>
</body>
</html>


2. Verlinkung im Artikel

Die Verlinkung im Artikel erfolgt wie gewohnt in WordPress. Allerdings wird nicht direkt auf die externe Webseite verlinkt, sondern auf die eigens dafür angelegte php-Umleitungsdatei.

<a href="http www.webseitenadresse.com/umleitungen/namederumleitung.php" title="Namedeslinks" target="_blank" rel=”nofollow”>Namedeslinks</a>

Wenn Leser nun auf diesen Link klicken, geht es erstmal auf die intern angelegte php-Datei, welche dann prompt auf den gewünschten Link umleitet. Die Verzögerung beträgt nur wenige Millisekunden für den Leser, spart jedoch dem Webseitenbetreiber hunderte Stunden an Arbeit, sollte sich ein oft genutzter Link irgendwann mal ändern.

Will man später die Landeseite ändern, muss nur die php-Datei korrigiert werden, nicht sämtliche Links, die irgendwo in der Webseite irgendwann einmal gesetzt wurden.

Man sollte im Link das “nofollow” Attribut setzen, um Suchmaschinen davon abzuhalten, dem Link zu folgen, vor allem wenn es sich lediglich um eine Umleitung zu einem Affiliateprogramm handelt.

3. Robot Text

Es ist auch empfehlenswert in der robots.txt folgenden Code einzufügen

User-agent: *
Disallow: /umleitungen/
Allow: /

Grund dafür ist, dass manche Suchmaschinen Umleitungen nicht mögen. Um Penalties zu verhindern, wird in verschiedenen Forums und Blogs empfohlen, Suchmaschinen via dieses Robot – Codes vom Besuch des Directories “Umleitungen” abzuhalten.

Welche externen Links sollten umgeleitet werden?

Diese Frage empfinde ich persönlich als die größte Herausforderung, weniger die technische Lösung der Umleitungen. Es ist manchmal schwierig, sich klar zu sein, welche Links umgeleitet werden sollten. Affiliate Links – da gibt es keine Frage. Sämtliche Links zu Affiliate Programmen gehen via Umleitung.

Das Problem besteht, wenn man beispielsweise viel verlinkt ohne einem Affiliate Programm. Man hat beispielsweise eine Webseite, wie hier im Blog football-data.co.uk, auf welche man immer wieder seine Leser verweist, weil sich da so gut Daten mit historischen Spielergebnissen runterladen lassen. Bisher habe ich diese Links immer direkt gesetzt. Sollte ich mich jedoch irgendwann mal entscheiden, einen Artikel über football-data.co.uk zu schreiben und alle Links erstmal auf dieser Seite landen zu lassen, müssten hunderte Links in hunderten Artikeln geändert werden.

Ein weiteres Beispiel ist der WPML Plugin (Mehrsprachigkeit). Als ich mit meiner Webseite angefangen habe, war dieser Plugin kostenlos und ich hatte daher einfach nur einen Link zur WordPress.org Seite gesetzt, wo man sich den Plugin runterladen konnte. Seit August letzten Jahres ist dieser Plugin jedoch nicht mehr kostenlos, die WordPress.org Plugin Seite gibt es nicht mehr und ich habe mich inzwischen auch zum Affiliate Programm angemeldet. Das Problem ist, dass es den Link zur WordPress.org Plugin Seite dutzende male in verschiedenen Artikeln gibt und es viele Stunden Arbeit verursacht, alle Links ausfindig zu machen, um diese zu korrigieren.

Hat man einmal einen externen Link gesetzt, kann dieser nur im Originaltext geändert werden. Eine Umleitung externer Links zu einer anderen als der original gesetzten externen Destination ist nicht möglich.

Es ist daher enorm wichtig, sich vorm Setzen eines jeden externen Links klar zu machen, ob dies ein Link ist, welcher im Blog nur einmal auftauchen wird oder ein wiederkehrender Link ist. Ist es ein Einzellink, muss bei einer Änderung nur einmal geändert werden. Besteht die Chance, dass der Link oftmals wiederkehren wird, sollte der Link stets via der oben beschriebenen php – Umleitung gesetzt werden.

Kontrollieren, kontrollieren, kontrollieren

Leider melden Leser keine fehlerhaften Links. Full Stop!

Ich habe noch nie (bei über 100,000 Seitenaufrufen und tausenden Klicks auf Links!) auch nur eine einzige Email mit einem Hinweis erhalten, in welcher mich jemand auf einen nicht funktionierenden Link aufmerksam gemacht hat.

Als ernsthafter Blogger muss man sich daher unbedingt im Terminkalender eine Zeit einplanen, in welcher man sich in regelmäßigen Abständen durch den eigenen Blog durchklickt und Links checkt. Eigene, interne 404 Fehler lassen sich mit einem Script ausfindig machen. Dazu jedoch in einem anderen Artikel.


Last Update: 21 Mai 2012

Kategorien:Monetarisierung Wordpress Tipps



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