1×2 Systemwetten: Daten Auswertung, Interpretation und Strategieentwicklung LAY THE DRAW



Basieren der Wettquote am Durchschnittswert der letzten 25 Spiele

In manchen Fällen, beispielsweise wenn die antretenden Teams eine klare Tendenz zeigen, keine Unentschieden gegeneinander zu produzieren, benutzen die Buchmacher die letzten 25 Spiele als Ausgangspunkt der Wettquote:

Value Wetten Kalkulator Tottenham v Newcastle

Tottenham v Newcastle – Spiel am 09.02.2013


Beim obigen Beispiel erfolgte die Berechnung wie folgt:

26,00 % (letzte 25 Spiele) plus 24,00 % (Durchschnitt vorherige Saison) geteilt durch 2 = 25 % ==> Wettquote: 4,00

Die wahre Wettquote betrug 7,69, jedoch hätte wohl eine zu hohe Unentschiedenquote dazu geführt, dass mehr Leute auf Tottenham setzen als den Buchmachern lieb war. Durch das absichtliche Erhöhen der Quote für Newcastle auf 5,80 [statt 3.75 wahre Wettquote] und dem Runtersetzen der Quote für das Unentschieden [auf 4,00 statt 7.69] gab es wahrscheinlich genug Leute, die aufs Unentschieden gesetzt haben und so dem Buchmacher erlaubten, seine Bücher besser zu balanzieren.

Insgesamt muss gesagt werden, dass Tottenham bei weitem nicht so einfach und eindeutig zu kalkulieren ist wie Arsenal. Das Team folgt weitaus seltener Ligadurchschnittswerten und auch eigenen Statistiken vom Vorjahr.

2010-11 endeten bei Tottenham sagenhafte 47,5 % aller Spiele in einem Unentschieden. 2011-12 waren es jedoch nur 15,8 %. Ein ständiges hoch und runter, was Oddscompilern sicherlich so manche Kopfschmerzen bereitet.

Als Sportwetter sollte man die Schlussfolgerung ziehen und von 1×2 Wetten auf Spiele, in welchem Tottenham beteiligt ist, lieber die Finger lassen.

Teams, welche Ligadurchschnittswerten nicht folgen

Jede Liga hat ein paar Teams, die aus der Reihe tanzen und bei denen man eindeutige Tendenzen erkennen kann, dass ein Unentschieden für sie einfach nicht gut genug ist.

Die Ergebnisse dieser Teams, egal welches Jahr man betrachtet, liegen weit unter dem Ligadurchschnitt und Buchmachern bleibt nichts anderes übrig als die Wettquoten so zu setzen, dass ihre Bücher einigermaßen balanziert werden. Für Freunde von Systemwetten lässt sich bei solchen Teams hervorragender langfristiger Value finden.

So hat beispielsweise Manchester United in den letzten 5 Jahren keine einzige Saison gehabt, in welcher mehr als 2 Unentschieden im Heimstadium gesehen wurden. Letzte Saison gab es sogar kein einziges.

Von 95 Heimspielen seit 2008-09 endeten in Manchester Uniteds Heimstadion nur 6 Spiele in einem Unentschieden (6,32%), was sich zu einer Wettquote von 15,8 umrechnet.

Würden Buchmacher Uniteds Unentschieden zu Hause zu einer durchschnittlichen Wettquote von 15,8 anbieten, würde kein Mensch darauf setzen. Das liegt auf der Hand. Daher bietet der Markt für Manchester Uniteds Unentschiedenquoten an, welche einen Schnitt von 5,45 ergeben. Dies bringt einem Systemspieler auf lange Sicht einen enormen mathematischen Vorteil von 233%.


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Last Update: 1 August 2013

Kategorien:1x2 Wetten Wettquoten Kalkulation



4 Responses to “1×2 Systemwetten: Daten Auswertung, Interpretation und Strategieentwicklung LAY THE DRAW”

  1. Sam
    12 August 2016 at 6:28 pm #

    Hey,

    Auf Seite 4 hattest du geschrieben, dass es lukrativ gewesen wäre, auf Manu Lay the Draw zu gehen, wenn sie zuhause spielen. Sollte man auch hier nicht noch das andere Team mit in die Berechnung nehmen? Oder denkst du, man sollte sich nicht auf Einzelne Teams konzentrieren? Glaube, du hattest mal in einem anderen Artikel erwähnt, dass dies ein Fehler war?

    • Soccerwidow
      13 August 2016 at 7:54 am #

      Hi Sam,

      Wenn man Wettquoten berechnet, dann ja, dann muss man das andere Team in die Berechnungen mit einbeziehen.

      Wenn man jedoch eher ein Freund von Systemwetten ist, und happy auf jedes einzelne Spiel in einer Saison wettet (ohne auch nur eines auszulassen, und sich auch nicht um die Berechnung der Wettquoten zu kümmern), dann kann man sich auf offensichtliche Trends konzentrieren, wie Lay the Draw, wenn ManU zu Hause spielt.

      Ein weiteres Beispiel hier im Blog mal erwähnt ist… Back den Underdog in Hamburg Heimspielen: Des Wettfreundes allerschlimmster Feind: Emotionen!

      Das ist, wofür es die HDAFU Tabellen gibt…. Systemwetten zu finden.

      Jedoch hier im Blog, bitte Vorsicht, finden sich in den Artikeln meist Beispiele von Saisons, die bereits schon lange vorbei sind. Es gibt sehr viele Artikel, die vor längerer Zeit geschrieben wurden. Man benötigt die aktuellsten Tabellen, um die hier beschriebenen Trends nachzuprüfen, ob diese immer noch existieren, und auch, um andere Trends selbst zu finden.

      Man Utd ist ein sehr gutes Beispiel, dass sich Trends nicht ewig fortsetzen. Dieser Artikel hier ist von 2014 und berücksichtigt deren Performance bis Ende der 2012-13 Saison. Jedoch hat sich Man Utd seitdem total geändert, da ihr alter Manager, Ferguson, nicht mehr da ist, so dass das Lay the Draw bei denen nun, 3 Jahre später, nicht mehr ganz so gut funktioniert.

  2. Simon
    24 Februar 2014 at 6:50 pm #

    Im obigen Beispiel: ManU vs Everton wäre es doch besser ein Draw zu backen als zu layen oder? Wir wissen, dass die Draws von ManU nicht immer dem Ligadurchschnitt entsprichen und die Quote vom Buchmacher (4.10) ist höher als die von uns berechnete (3.13).

    Verstehe ich da was falsch?

    Viele Grüße,

    Simon

    PS: Super Blog!

    • Soccerwidow
      25 Februar 2014 at 5:06 am #

      Wenn es nur so einfach wäre… Backe, wenn die Marktwettquote höher als die selbst berechnete Quote ist, und laye, wenn umgekehrt. Aber das ist leider nicht der Fall. Denn so etwas würde sich automatisieren lassen, und es würde nicht lange dauern, und es gäbe keine Buchmacher mehr (alle pleite gegangen!) und es würden nur noch Computer gegeneinander im Wettmarkt antreten.

      Man muss auf das Gesamtbild schauen, auf die Gesamtverteilung, und dann auch noch nach einzelnen Teams individualisieren.

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