Arbitrage Wetten – Definition und Formeln


Arbitrage (von französisch „arbitrage“, lat. arbitratus = Willkür, unbeschränkte Vollmacht) bezeichnet per Definition das Ausnutzen von Preisunterschieden für gleiche Produkte in verschiedenen Märkten und kann vor allem in Finanzmärkten und für Sportwetten eine durchaus lukrative und finanziell sichere Strategie sein. Im englischen Sprachraum finden sich die Begriffe: betting arbitrage, miraclebets, surebets, sports arbitraging, welche alles Synonyme sind und dieselbe Sache beschreiben – übersetzt: Sportarbitrage, Wunderwetten, sichere Wetten.

Gestresster junger Mann vor einem LaptopBild: Ana Blazic Pavlovic (Shutterstock)

Nicht zu verwechseln ist Arbitrage mit ‘Scalping’ oder ‘Hedging’; diese Strategien sind zwar auch eine Art von Arbitrage, sie nutzen allerdings keine Preisunterschiede gleicher Produkte in verschiedenen Märkten, sondern Preisschwankungen eines Produkts im selben Markt ‘over time’ (im Laufe der Zeit).

Die Hauptidee von Arbitrage ist, dass man die verschiedenen Meinungen der Buchmacher zum Ausgang eines Wettkampfes bzw. Fehler im Markt nutzt. Man wettet gleichzeitig auf verschiedene Ergebnisse ein und desselben Spiels mit verschiedenen Buchmacherfirmen, und erzielt durch Preisunterschiede im Markt einen sicheren Profit.

Im englischsprachigen Wett-Jargon wird diese Art zu wetten häufig vereinfacht als arb bezeichnet; und die Leute, die damit Geld verdienen, werden als arbers bezeichnet. Ein typisches arb ist so um die 2 Prozent, häufig weniger; jedoch kann man gelegentlich auch mal eine arb mit 4-5 Prozent finden, das aber eher selten, und hin und wieder gibt es auch mal arb mit bis zu 20 Prozent.

Arbitrage – Wetten erfordert verhältnismäßig große Geldsummen, um einen nennenswerten Profit zu erzielen (d.h. die Wetteinsätze sind erheblich größer als beim normalen Wetten und damit jedoch auch das Verlustrisiko, falls irgendetwas schief geht).

Arbitrage ist übrigens keine neuzeitliche Erfindung und diese Strategie gibt es seit es Buchmacher gibt. Es war lediglich in Zeiten vor dem Internet, den zahlreichen Quotenvergleich-Webseiten und Wettbörsen erheblich schwieriger Arbitrage-Wetten ausfindig zu machen. Heutzutage ist das sehr einfach, allerdings ist es aber auch für die Buchmacher sehr einfach geworden, ihre eigenen Wettquoten mit dem Markt abzugleichen und Arbitragemöglichkeiten zu vermeiden.

Berechnung von Arbitragegewinnen und Wetteinsätzen

Ein Buchmacher offert beispielsweise für ‘Weniger als 1,5 Tore’ eine Quote von 3,9 und ein anderer Buchmacher für das selbe Spiel für ‘Mehr als 1,5 Tore’ eine Quote von 1,43.

Um zu prüfen, ob sich hinter diesen Wettquoten eine Arbitragemöglichkeit verbirgt, benutzt man folgende
Arbitrageformel für 2 Wettquoten:

Rechenbeispiel:

Im obigen Beispiel beträgt der mögliche Arbitragegewinn also 4,6%. Man würde also mit dem einem Buchmacher auf ‘Weniger als 1,5 Tore’ auf eine Quote von 3,9 wetten, und mit dem anderen Buchmacher für das selbe Spiel auf ‘Mehr als 1,5 Tore’ auf eine Quote von 1,43.

Gibt es drei Wetten, wie beispielsweise Heim – Unentschieden – Auswärts, dann ist die
Arbitrageformel für 3 Wettquoten:


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enträtselung der mathematik von buchmachern

Last Update: 10 April 2012

Kategorien:Arbitrage Wetten mit System



One Response to “Arbitrage Wetten – Definition und Formeln”

  1. Soccerwidow
    18 Januar 2012 at 9:50 pm #

    Diskussion und weitere Gedanken zum Thema im Betfair Blog: Erfahrungen mit Surebets?

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